Teamplay und Energie
Schließung

Jedes Watt zählt

Für die Audi Hungaria spielt Nachhaltigkeit in allen Bereichen eine strategisch wichtige Rolle. Daher arbeitet das Unternehmen auch im Energiemanagement mit dem nötigen Bewusstsein, mit hoher Präzision und großer Intensität an der Verwirklichung der gesetzten Verbesserungsziele.

         

Audi Hungaria hat sich verpflichtet, in der Produktion den Verbrauch von Energie und Wasser, die CO2-Emission und die Abfallmenge zur Beseitigung bis 2018 um 25 Prozent je Motor zu reduzieren.

Ehrgeizige Ziele

Wegen der zunehmenden Bedeutung von Umwelt- und Ressourcenschutz, aber auch mit Blick auf stetig steigende Energiepreise wird eine effiziente Energienutzung immer wichtiger. Dies gilt in besonderem Maße für ein Unternehmen wie die Audi Hungaria, deren Energieverbrauch dem einer Kleinstadt gleichkommt. Das Energiemanagementsystem des Unternehmens ist nach ISO 50001 zertifiziert. Damit verbunden ist die Verpflichtung, jährlich Ziele für die Energieeffizienz zu formulieren, die im Einklang mit den langfristigen Effizienzzielen stehen. Als Teil des VW-Konzerns hat Audi Hungaria sich verpflichtet, in der Produktion den spezifischen Verbrauch an Energie und Wasser, die CO2-Emissionen und die Abfallmenge zur Beseitigung bis 2018 um 25 Prozent je Motor zu reduzieren. Niedrigere Energieverbrauchswerte lassen sich durch eine Verbrauchssenkung bei Fernwärme, Kälteenergie, Erdgas und vor allem Strom erreichen. In den Produktionsbereichen der Audi Hungaria werden daher konkrete Ziele zur Realisierung einer höheren Energieeffizienz formuliert. Die Fabrik- und Produktionsplanung hat in ihrer Arbeit zu berücksichtigen, dass neue Maschinen und Geräte nicht nur den Bedürfnissen der Produktion, sondern auch den Anforderungen der Energieeffizienz entsprechen müssen. Darüber hinaus muss der jeweilige Energieverbrauch der einzelnen Maschinen exakt nachvollziehbar sein. Nur so lassen sich die Großverbraucher schnell herausfiltern und Abweichungen von der Norm erkennen. Zudem kann über ein solches Monitoring die Wirkung der eingeführten Effizienzmaßnahmen kontrolliert werden.

Überprüfung des Strombedarfs

In den vergangenen Jahren überprüfte das Energiemanagement des Unternehmens den kompletten Betrieb, um genauere Kenntnis von der Struktur der Energienutzung und möglichen Einsparpotenzialen zu erhalten. Die Erzeugung und Nutzung von Druckluft, die Beleuchtung, die Auslastung von Einrichtungen, Steuerungen und Antrieben wurden auf ihren Strombedarf hin untersucht. Geprüft wurden auch die produktionsfreien Phasen, um hier den Energieverbrauch möglichst gering zu halten. Für die exakte zahlenmäßige Erfassung dieser Verbräuche und das Erkennen zukünftiger Einsparpotenziale sind dabei auch im Bereich der Messungen Innovationen erforderlich.

Einzelmessungen sinnvoll

2010 starteten die Energiefachleute der Audi Hungaria ein entsprechendes Versuchsprojekt. Sie führten in einem Produktionsbereich ein Messverfahren ein, das den Verbrauch der einzelnen Produktionsanlagen direkt ermitteln konnte. So wurden an 41 Messpunkten in den ausgewählten Fertigungsreihen Daten zum Strom- und Druckluftverbrauch bzw. zum Durchlauf und zur Temperatur der an die Fertigungsreihe gekoppelten Fluidanlagen erhoben. Dies ist sinnvoll, da es für die Einführung bestimmter energiesparender Maßnahmen nicht ausreicht, nur den Bedarf der gesamten Produktionsreihe zu kennen. Der Energieverbrauch einzelner Elemente muss zudem während unterschiedlicher Arbeitsprozesse bestimmt werden, um die Energieeffizienz der Elemente vergleichbar zu machen.

Bei Einrichtungen mit deutlich abweichendem Verbrauch zeigt die detaillierte Analyse den Grund für die Abweichung. Darüber hinaus lässt sich während einer Produktionspause anhand der Messungen leicht kontrollieren, welche Maschinen noch Energie verbrauchen oder nicht abgeschaltet sind. Auf der Grundlage der erhobenen Daten kann kontrolliert werden, wie wirksam die an den einzelnen Elementen durchgeführten Energieeffizienzmaßnahmen sind. Zudem geben die Daten Auskunft über den Umfang der Einsparungen.

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Energielandkarte – auf einen Klick

Die gewonnenen Messdaten sind online zugänglich und der Verbrauch der einzelnen Anlagenteile kann mit wenigen Klicks grafisch dargestellt werden. Das neue Messsystem gewinnt sehr detaillierte Daten und bietet damit ein verlässlicheres Bild des Energieverbrauchs. Zusätzlich unterstützt die Datenbank die Bestimmung und die Ausrichtung weiterer Energiesparpotenziale.
Derzeit werten Fachleute die Wirksamkeit eines Messsystems an einer mechanischen Bearbeitungsreihe aus, um anhand der ermittelten Daten über die weitere Nutzung des Messverfahrens zu entscheiden. Fallen die Ergebnisse positiv aus, werden in den nächsten Jahren alle Fertigungsreihen, die einen bedeutenden Energieverbrauch aufweisen, mit einem ähnlichen System ausgestattet. So wird das bis 2018 gesetzte Ziel zur Energieeffizienz erreicht.

Motivation und Ideenreichtum

Doch nicht allein die moderne Technologie führt zur Realisierung der gesteckten Ziele. Besonders wichtig sind das hinter den Maßnahmen stehende Bewusstsein und die Motivation der Menschen. Gute Ergebnisse lassen sich nur erzielen, wenn alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren persönlichen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs leisten und sich der Bedeutung des Themas bewusst sind. Darum ist es notwendig, dass aktive Dialoge die Umweltstrategie begleiten. Nicht umsonst schätzt die Audi Hungaria in ihrem betrieblichen Vorschlagswesen Verbesserungsideen von Mitarbeitern zum Thema Umweltschutz und Energieeffizienz ganz besonders.

Jahresbericht 2012 - Audi Hungaria Motor Kft. Audi Hungaria Motor Kft.