Innovation und Leidenschaft
Schließung

Hightechbausteine

Das Portfolio der Audi Hungaria hat sich um zukunftsweisende Motoren mit dem bisher kleinsten Hubraum erweitert. Die Einführung dieser Motorenfamilie ist ein wichtiger strategischer Schritt in der Motorenproduktion der Audi Hungaria.

Die Fahrzeugindustrie erlebt bedeutsame Veränderungen, denn es gilt Antworten auf den Klimawandel und Alternativen zu fossilen Energiequellen zu finden. Daher sind die Hersteller verstärkt gefordert, neue Effizienz-Technologien voranzutreiben. Mit der Verbreitung alternativer Antriebssysteme und der Weiterentwicklung bereits vorhandener Technologien kann der Kraftstoffverbrauch der Automobile weiter verringert werden – und damit die Belastung unserer Umwelt. Der Volkswagen Konzern als größter europäischer Automobilkonzern nimmt hier eine führende Position ein.

Ein gutes Beispiel dafür sind die 2012 eingeführten Aggregate, die intern den Code EA211 tragen. Diese, von ihren Vorgängern grundsätzlich abweichende, völlig neue Generation kompakter Turboladermotoren wird bei Audi Hungaria in mehreren Varianten produziert.
Bis zur zweiten Hälfte des Jahrzehnts kommt der EA211 voraussichtlich in 15 verschiedenen Modellen des Volkswagen Konzerns zum Einsatz, die als Plattform den Modularen Querbaukasten nutzen. Dort wird in mehr als jedem zweiten eine Version des EA211 für den Antrieb sorgen.

Diese völlig neue Generation kompakter Turboladermotoren wird bei Audi Hungaria in mehreren Varianten produziert.

Die EA211-Motoren bilden als Technologietrager die kleinsten jemals in der Fertigungsanlage der Audi Hungaria gebauten Hubraumeinheiten.

Klein, aber fein

Die EA211-Familie sorgt für den Antrieb von so erfolgreichen Automobilen wie der siebten Generation des VW Golf oder dem neuen Audi A3. Für diese beiden Modelle entstehen in Győr die neuen 1,2-Liter-Motoren (63 und 77 kW) bzw. die 1,4-Liter-Motoren (90 und 103 kW).
Die EA211-Motoren bilden als Technologieträger die kleinsten jemals in der Fertigungsanlage der Audi Hungaria gebauten Hubraumeinheiten. Turboaufladung, Direkteinspritzung mit bis zu 200 bar Druck, variable Ventilverstellung und integrierter, wassergekühlter Abgaskrümmer sind nur einige Merkmale, die dafür sorgen, dass die Leistung der EA211 der von Saugmotoren mit größerem Hubraum entspricht, bei gleichzeitig weit geringerem Verbrauch.

Und auch was das Gewicht angeht, sind die neuen Motoren bemerkenswert. Dank leichterer Bauteile bringen die Aggregate sieben bis acht Prozent weniger auf die Waage als ihre Vorgänger. Der Kraftstoffverbrauch verringert sich dadurch im Durchschnitt um sieben bis zehn Prozent.
Die Motorenentwicklung in Győr war aktiv an der Entwicklung des Aggregats beteiligt, unter anderem bei den notwendigen Berechnungen und Untersuchungen, um die innere Reibung zu reduzieren. Ein weiteres Highlight ist die für Motoren dieser Größe als Innovation geltende 2-stufige Ölpumpe, die den Verbrauch weiter reduziert. Deren Zuverlässigkeit und Lebensdauer konnte ebenfalls durch das Fachwissen und der Parxiserfahrung der Spezialisten in Győr verbessert werden.

Das Streben nach Premiumqualität stand während des gesamten Entwicklungsprozesses an erster Stelle.

Mit Erfahrung in die Zukunft

Im konzerninternen Wettbewerb um die Produktion des Motors hat sich Győr durchgesetzt, weil es dem Werk in sehr kurzer Zeit gelang, die neuen Bestandteile des Aggregats kosteneffizient in das Portfolio zu integrieren. Das Streben nach Premiumqualität stand während des gesamten Entwicklungsprozesses an erster Stelle, angefangen bei den kleinsten Bauteilen, allen Teilprozessen in der Produktion bis hin zur gründlichen Überprüfung der fertigen Einheiten.
„Unser Geheimnis für den Erfolg waren die konstruktive Zusammenarbeit im Team, gründliche Planung und konsequente Realisierung. Die aus der strategischer Sicht äußerst wichtigen neuen Kompaktmotoren haben wir vom ersten Moment an in der erwarteten Stückzahl geliefert. Trotz der kurzen Frist und der steilen Anlaufkurve geschah dies ohne Verluste und ohne jegliche Qualitätseinbußen“ – sagte Szilárd Szakál, Leiter des R4 Ottomotoren-Projektmanagements bei Audi Hungaria. Neben der Planung des Produktionsstartes, die Motoreningenieure in Győr haben auch an der Entwicklung der EA211 ihren Teil gehabt. „Von Anfang an waren wir an der Planung der EA211 beteiligt, zunächst in der Motorenentwicklung des Volkswagen Konzerns in Wolfsburg, später dann hier in Győr“ – verriet István Tassy, Projektleiter der Motorenentwicklung. „Durch die Erfahrungen aus der Produktion von mehr als 20 Millionen Motoren konnten wir zahlreiche Ideen beisteuern, die neuen Produktfamilie noch besser zu machen.“

Zurück

Weniger als zwei Jahre vergingen von der Entscheidung des Managements bis zum Beginn der Produktion.

Rekordzeit im Projektstart

Weniger als zwei Jahre vergingen von der Entscheidung des Managements bis zum Beginn der Produktion. Der Umbau der Fertigungsanlage dauerte circa ein Jahr und erfolgte in 31 Hauptschritten an den Wochenenden, ohne die laufende Produktion zu beeinträchtigen. Im Zuge des Umbaus der Montageanlage wurden in Győr insgesamt 30 Arbeitsstationen verändert und zusätzlich 16 neue automatisierte Stationen ausgebaut. Innerhalb von zwei Jahren sollen die EA211-Motoren in drei Schichten produziert werden, jährlich mehr als 370.000 Einheiten. Bis dahin werden die Bearbeitungsreihen der Zylinderkurbelgehäuse, der Kurbelwellen und Pleuel in unmittelbarer Nähe der Montage mit hoher Intensität betrieben.

Jahresbericht 2012 - Audi Hungaria Motor Kft. Audi Hungaria Motor Kft.