Innovation und Leidenschaft
Schließung

Präzisionsarbeit

Der Werkzeugbau der Audi Hungaria
nimmt eine Spitzenstellung ein.

Etwa 400.000 Karosserieteile für 90.000 Premiumautomobile wurden vergangenes Jahr in der Business Unit Werkzeugbau der AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. in Győr gefertigt. Exakte Planung, höchste Präzision und abgestimmte Teamarbeit waren die Voraussetzungen für diese herausragende Leistung. Das Jahr 2012 erwies sich als ein Meilenstein für den Geschäftsbereich, der um neue Produktionseinrichtungen und Fachleute erweitert wurde.

18 exklusive Serienmodelle, insgesamt 85.000 Automobile, lassen die Präzisionsarbeit der Fachleute aus Győr erkennen.

Exklusivserien und individuelles Design

„Präzision mit Leidenschaft, mit Liebe zum Detail“ – so formuliert Andreas Kieber, Leiter des Werkzeugbaus, treffend den Grundsatz der Werkzeugbauer.

Die Aussage gewinnt vor dem Hintergrund an Gewicht, dass hier Karosserieteile für 16 Modelle von Porsche, Lamborghini und Audi, darunter der Audi R8 und die RS-Modelle, produziert werden. Dies lässt die Präzisionsarbeit der Fachleute aus Győr erkennen.

Türen, Motorhauben, Heckklappen, Seitenwände, Kotflügel – das Produktportfolio ist umfassend. Davon machen die Karosserieelemente nur einen Teil aus, die Haupttätigkeit des Werkzeugbaus ist die Produktion von Werkzeugen und Produktionsanlagen, die für die Fertigung der Karosseriebauteile unerlässlich sind. Doch was ist der Unterschied in der Herstellung der Karosserieteile kleiner und großer Serien? Die Qualität ist identisch, jede Serie entspricht den gleichen hohen Anforderungen. Bei Audi gilt ein kompromissloser Qualitätsanspruch. Der Unterschied versteckt sich eher im Design: Die Karosserien der Exklusivmodelle sind individueller, komplexer und werden in einer geringeren Stückzahl produziert. Daher kommen hier spezielle Fertigungsverfahren und Prozessabläufe zum Einsatz.

Leidenschaft fürs Detail

Im Werkzeugbau, wo rund 500 Menschen arbeiten. zeigt Andreas Kieber zunächst den „Qualitätsraum“. Hier wird erst richtig deutlich, was für Werkzeugbauer Präzision und die Leidenschaft fürs Detail bedeuten: Dies ist der Ort, an dem Ingenieure und andere Fachleute fortlaufend die Produkte und Produktionsmethoden weiterentwickeln. Auf den Tischen liegen Musterstücke aus Aluminium, Stahl, Edelstahl. Jedes Teil ist systematisch mit Optimierungsangaben bis zu 0,1 Millimeter genau oder mit Angaben für die Oberflächenoptimierung beschriftet. Fortlaufend aktualisierte standardisierte Unterlagen zeigen den Entwicklungs- und Qualitätsstand der Produkte und schaffen die Basis für ein gemeinsames Qualitätsverständnis.
In den nächsten Jahren werden aus diesen Musterstücken dann Teile eines Premiumautomobils.

Neue Flexibilität in der Fertigung

Ein bedeutendes Projekt des Jahres 2012 war die Inbetriebnahme der flexiblen Fertigungslinien. Getreu ihrem Namen ist in diesen flexiblen Zellen eine Produktion von Karosseriebauteilen unterschiedlichster Modelle innerhalb einer Linie, nur durch Vorrichtungswechsel möglich. Roboter transportieren die Bauteile von der einen zur nächsten Station.

Mit der Einrichtung der flexiblen Zellen konnten nicht nur die Kosten deutlich reduziert, sondern auch ein geringerer Flächenbedarf im Vergleich zu einer Serienanlage realisiert werden. Das System wird in Zukunft noch weiter ausgebaut, so werden neben den neuen flexiblen Zellen auch drei neue Pressen ihre Arbeit aufnehmen, deren Presskraft zwischen 1.600 und 2.500 Tonnen liegt.

Doch es wird nicht nur in die Ausstattung investiert, auch Neueinstellungen und die Qualifizierung der Mitarbeiter werden weiter vorangetrieben. Die fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter hat oberste Priorität, denn nur mit qualifiziertem Personal sind die künftigen Herausforderungen zu bewältigen.

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Ein bedeutendes Projekt des Jahres 2012 war die Inbetriebnahme der flexiblen Fertigungslinien.

Weltklasse-Teamwork

Die Belegschaft im Werkzeugbau wird größer werden. Andreas Kieber ist stolz auf seine ungarischen Mitarbeiter, er beschreibt sie als äußerst motiviert und engagiert. Seine Mitarbeiter seien stets offen, Neues zu lernen, entwickelten sich dabei stetig weiter und hätten sich die Audi-Werte zu eigen gemacht.

Natürlich muss man in Győr nicht nur den örtlichen Erwartungen standhalten: Vier Standorte in zwei Ländern beurteilen die Arbeit der ungarischen Fachkräfte täglich. Die hier produzierten Karosseriebauteile der Exklusivserien werden in Ingolstadt, Neckarsulm, Hannover und im italienischen Sant’Agata Bolognese in die jeweiligen Modelle verbaut.

Jahresbericht 2012 - Audi Hungaria Motor Kft. Audi Hungaria Motor Kft.