Innovation und Leidenschaft
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Tradition

trifft Innovation:

Schöpferisches Modedesign

Die ungarischen Volkstrachten sind nicht nur Ausdruck einer reichen Volkskultur, sondern zugleich ein lebendiger Beweis für Präzision und Ideenreichtum. Für die jungen ungarischen Modedesigner, die die Kleidung ihrer Vorfahren neu interpretieren, ist die Tradition Inspirationsquelle und Herausforderung zugleich. Ihre folkloristisch inspirierten Kollektionen werden hier von preisgekrönten Tänzerinnen des Győrer Balletts präsentiert.

Es gibt eine sehr enge Verbindung zwischen Architektur und Design, volkstümliche Architektur ist eine wichtige Inspirationsquelle für mich

Designerin:
Anett Farkas
Die Siegerin des „Gombold újra!“-Wettbewerbs 2012 ist Architekturstudentin an der Széchenyi István Universität. Das junge Talent konnte mit ihrer ersten Arbeit landesweit einen Erfolg erzielen, obwohl sie keine ausgebildete Modedesignerin ist. Bei ihrer prämierten Kollektion mit dem Namen „Zsindely“ – zu Deutsch Dachschindel – ging Anett Farkas von der volkstümlichen Architektur aus. Vor allem ließ sie sich von den Symbolen des namhaften ungarischen Architekten Imre Makovecz, einem Vertreter der organischen Baukunst, inspirieren, unter anderem von seinen Flügel- und Gesichtermotiven. „Es gibt eine sehr enge Verbindung zwischen Architektur und Design, deshalb war Makovecz als herausragender Vertreter der volkstümlichen Architektur eine wichtige Inspirationsquelle für mich“, verrät Anett Farkas, die auch als Architektin weiterhin neue Modekollektionen entwerfen will.

Die ungarische Volkstracht ist außerordentlich vielgestaltig und bietet so eine reiche Inspirationsquelle für meine Entwürfe.

Designerin:
Renáta Gyöngyösi
In der breiten Öffentlichkeit wurde die junge Designerin Renáta Gyöngyösi bekannt, als sie 2011 den ersten Platz beim Modedesign-Wettbewerb „Gombold újra!“ belegte und damit eine der höchsten Auszeichnungen der ungarischen Modebranche erhielt. Die Designerin kombinierte in ihrer prämierten Kollektion Stilelemente des Punk und Rock mit ungarischer Volkstracht. Renáta Gyöngyösi erlangte ihr Diplom 2010 an der Budapester Moholy-Nagy-Universität für Kunsthandwerk und Gestaltung und gründete am 31. März 2012 unter dem Namen INER ihr eigenes Modelabel, an das sie große Hoffnungen knüpft. Auch wenn die traditionellen Motive in der ersten INER-Kollektion in vereinfachter und verfeinerter Form erscheinen, baut die Modedesignerin weiterhin auf die in den Trachten zum Ausdruck kommende Vielfältigkeit. „Die ungarische Volkstracht ist außerordentlich vielgestaltig und komplex und bietet so eine reiche Inspirationsquelle für meine Entwürfe. Wenn wir aus etwas schöpfen können, das abwechslungsreich, bunt und voller Ideen ist, lohnt es sich, dies für die heutige Zeit neu zu denken und zu gestalten“, erklärt sie.
Designerin:
Tünde Hrivnák
Modernität, Tradition und Innovation – das sind die Schlüsselelemente der Designarbeiten von Tünde Hrivnák. Die Inhaberin des seit 2000 bestehenden Modelabels BY ME ist eine der Pionierinnen der modernen Neuinterpretation volkstümlicher Motive. Kein Wunder, dass anerkannte Künstlerinnen und Persönlichkeiten des Landes ihre mit traditionellen Elementen kombinierte Mode tragen. Diese neue Designergeneration, zu der Tünde Hrivnák gehört, hat sich zum Ziel gesetzt, mit ihren Arbeiten nicht nur den allgemeinen Geschmack zu treffen, sondern diesen auch aktiv zu formen. „Mit meinen Kleidern setze ich einerseits die Familientradition fort, denn meine Mutter und meine Großmutter waren Näherinnen. Darüber hinaus halte ich das Bewahren der traditionellen Techniken und Motive für wichtig. Letztendlich ist es unsere Kultur, die wir würdigen und in modernem Gewand weitertragen wollen.“

Diána Gyurmánczi
Balletttänzerin

Seit 2007 ist sie eine der Haupttänzerinnen des Győrer Balletts. In verschiedenen Stücken des Ensembles tanzte Diána Gyurmánczi seither eine tragende Rolle, unter anderem in Ungarische Rhapsodie, La vie en rose, Forgószél, avagy a képzelet csodája (zu Deutsch: Der Wirbelwind oder das Wunder der Fantasie) und auch im neuesten Tanztheaterstück Zorba, the Greek. 2008 gewann Diána Gyurmánczi den Kardirex-Preis. 2010 wurde sie als „Vielversprechendste junge Tänzerin“ in der Kategorie Ballett ausgezeichnet und am 29. April 2012, dem Welttag des Tanzes, schließlich zur „Besten Tänzerin des Jahres“ gekürt.

Adrienn Matuza
Balletttänzerin

Die begabte Tänzerin schloss 2008 ihr Ballettstudium an der Ungarischen Hochschule für Tanzkunst in Budapest ab und wurde noch im selben Jahr mit dem Havas-Ferenc-Preis ausgezeichnet. Seit 2008 ist Adrienn Matuza Mitglied des Győrer Ballettensembles. Seitdem tanzte sie zahlreiche Hauptrollen, unter anderem in den Tanztheaterstücken Kakas, Tanzhommage an Queen, La vie en rose und Forgószél, avagy a képzelet csodája (zu Deutsch: Der Wirbelwind oder das Wunder der Fantasie). 2012 wurde ihr der Kardirex-Preis verliehen.

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Gombold újra!
Ein Wettbewerb der Tradition und Innovation

„Gombold újra!“ ist Ungarns jüngster, doch zugleich wichtigster Fashion-Wettbewerb, dessen Ziel die moderne Neuinterpretation der ungarischen Volkstracht ist. Seit 2011 bewerben sich jährlich bis zu 500 junge Designerinnen und Designer mit ihren Kollektionen. Die besten unter ihnen werden im Rahmen einer eindrucksvollen Modenschau im Budapester Museum der Schönen Künste präsentiert.

Jahresbericht 2012 - Audi Hungaria Motor Kft. Audi Hungaria Motor Kft.