Geist und Respekt
Schließung

Frauen im Automobilwerk

Die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. zählt in Ungarn zu den beliebtesten Arbeitgebern und bietet auch Mitarbeiterinnen einmalige, interessante und sichere Arbeitsplätze. Der Frauenanteil an der Belegschaft ist daher im Steigen begriffen. Zuletzt unterschrieben 35 Frauen im Oktober 2012 ihren Arbeitsvertrag bei der Audi Hungaria. Mittlerweile ist die Beteiligung von Frauen am Erwerbsleben nicht nur eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern auch eine gesellschaftliche Frage. Auch hier möchte das Unternehmen ein gutes Beispiel setzen.

         

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung sollen 200 Frauen einen Arbeitsplatz in der Produktion der Audi Hungaria erhalten.

Die Wettbewerbsfähigkeit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt hat eine derartige gesellschaftlich-wirtschaftliche Bedeutung erlangt, dass sich die Wissenschaft intensiv damit beschäftigt und bereits Dissertationen zum Thema verfasst wurden. Eine Arbeit hierzu stammt von Andrea Kaszás-Korén, Doktorandin an der Westungarischen Széchenyi István Wirtschaftsuniversität, die feststellt: „In den Unternehmen, die ihre Angestellten wertschätzen, kommt der Mitarbeiterzufriedenheit und der Kommunikation familienfreundlicher Maßnahmen besondere Bedeutung zu. Familienfreundliche Organisationen halten in erster Linie die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben für wichtig.

Maßnahmen in dieser Richtung werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern positiv aufgenommen und auch das Ansehen des Unternehmens steigt.“ Das bestätigt auch Dr. Elisabeth Knáb, Geschäftsführerin Personalwesen der Audi Hungaria: „Mitarbeiterzufriedenheit wird sehr stark durch eine ausgewogene Work-Life Balance beeinflusst. Aus diesem Grunde haben wir uns zahlreiche Programme vorgenommen, wie beispielweise den Ausbau der bereits seit Jahren erfolgreichen Audi Hungaria Schule und die durch Audi Hungaria initiierte Kinderbetreuung. Weitere wichtige Elemente sind flexible Arbeitszeiten und ein umfangreiches Gesundheitsprogramm. So lassen sich Privat- und Berufsleben positiv vereinbaren.“

Mitarbeiterzufriedenheit wird sehr stark durch eine ausgewogene Work-Life Balance beeinflusst.

Frauen in der Autoindustrie

Im Mai 2012 startete mit 32 Personen ein gemeinsames Bildungsprojekt der Arbeitsamtszentrale der Regierung im Komitat Győr-Moson-Sopron, der Audi Akademie Hungaria sowie der Audi Hungaria, der Lukács Sándor Fachschule und des Kollegs für Mechatronik und Maschinenbau. Im Rahmen des von der Audi Hungaria initiierten Programms wurden bis Ende 2012 62 weibliche Arbeitskräfte für die Metallindustrie und in fahrzeugspezifischen Fächern umgeschult. Audi Hungaria stellte der Fachschule Material zur Verfügung und ein Teil der Ausbildung fand im unternehmenseigenen Trainingscenter statt. „Das Ziel des Projekts ist es, den Frauenanteil sowohl in der Autoindustrie als auch im ungarischen Audi-Werk zu erhöhen“, erklärte Kinga Németh, Leiterin der Personal- und Organisationsentwicklung.

Betrachtet man die Zahl der in der Fahrzeugproduktion arbeitenden Frauen in Ungarn, so fällt auf, dass sie in den vergangenen vier Jahren – nach einem kurzfristigen Rückgang – gestiegen ist: Während 2008 noch 28.300 Frauen in diesem Wirtschaftszweig arbeiteten, waren es 2011 bereits 31.700 – verglichen mit 62.700 männlichen Kollegen. Im Jahr 2012 waren unter den 8.000 Mitarbeitern der Audi Hungaria mehr als neun Prozent Frauen. Dieser Anteil soll weiter erhöht werden, zunächst auf zehn Prozent. Sicher ist: Den im Jahr 2012 neu eingestellten Mitarbeiterinnen werden weitere folgen. Geplant ist, dass 200 Frauen nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung ein Arbeitsplatz in der Produktion der Audi Hungaria angeboten werden soll.

Ich bin im Rahmen des Umschulungsprogramms zur Audi Hungaria gekommen. Meine berufliche Zukunft ist hier gesichert.

Kinga Kelemen,
Karosserieproduktion

Mehrere Mitglieder meiner Familie arbeiten bei Audi, das ist sehr wichtig für mich. So fällt der Start leichter.

Lívia Zengő,
Karosserieproduktion

Stark nachgefragt: Frauen in technischen Berufen

Kinga Kelemen stieß im Rahmen des Umschulungsprogramms zum Team der Audi Hungaria: Ab 2013 wird sie im Audi Karosseriewerk arbeiten und blickt den Herausforderungen mutig entgegen. Lívia Zengő hätte bereits vor zehn Jahren als Automechanikerin arbeiten können, doch damals ließ sie sich einreden, dass dies ein Männerberuf wäre und nichts für Frauen. Nichtsdestotrotz hat sie nun ihren Platz in diesem Bereich gefunden, und zwar in der Karosserieproduktion. „Mehrere Mitglieder meiner Familie arbeiten bei Audi, das ist sehr wichtig für mich. So fällt der Start leichter.“

Mit gutem Beispiel voran

„Audi Hungaria möchte noch mehr Familien die Möglichkeit bieten, dass nicht nur der Familienvater, sondern auch die Mutter, vielleicht sogar die Tochter einen sicheren Arbeitsplatz im Győrer Werk findet“, fügt Kinga Németh hinzu. Die Zahlen bestätigen dieses Bestreben: Im Jahr 2012 erreichte der Anteil weiblicher Arbeitskräfte 9,2 Prozent aller Audi Mitarbeiter. Dieses Verhältnis variierte jedoch je nach Bereich: In der Fertigung ist der Anteil der Frauen noch niedrig (4,3 Prozent), während er im Bürobereich bei 18,1 Prozent lag. Und auch die im Management registrierten 11,8 Prozent sind im Vergleich zum ungarischen Durchschnitt hoch, man könnte sogar sagen beispielhaft.

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Jahresbericht 2012 - Audi Hungaria Motor Kft. Audi Hungaria Motor Kft.